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Ratgeber: Die Bestattung – ein hilfreicher Überblick für Angehörige


Die BestattungEin Todesfall in der Familie ist ganz sicher eine emotionale Ausnahmesituation. Doch trotz all der Trauer und dem Bedürfnis, den Verlust eines lieben Menschen erst einmal verarbeiten zu wollen, müssen eine Menge Formalitäten erledigt werden. Oft fragt man sich, woher man dazu die Kraft nehmen soll. Um Ihnen in der schweren Zeit eine kleine Erleichterung zu geben, haben wir für Sie einen informativen Überblick über die wichtigsten Regelungen sowie die Gestaltung der Bestattung zusammengestellt.

Das Bestattungsgesetz

Die rechtlichen Regelungen, wie ein Verstorbener beerdigt werden darf und was es dabei zu beachten gilt, legen in der Bundesrepublik Deutschland die einzelnen Bundesländern fest. Dazu kommt noch die Friedhofsordnung, die von Stadt zu Stadt verschieden sein kann. Keine Angst – niemand verlangt von Ihnen, dass Sie diese Regelungen kennen. Vom Bestatter bis zum Friedhofsamt erhalten Sie alle nötigen Informationen.

Was sollten Sie beachten?

  • Holen Sie bei einem Sterbefall zu Hause einen Arzt, der Ihnen einen Totenschein ausstellt.
  • Wählen Sie zeitnah ein Bestattungsinstitut. Dort ist man mit den Regelungen vertraut.

Die Bestattungsfristen

Die festgesetzte Zeit, in der Bestattungen nach Eintritt des Todes durchgeführt sein müssen, variiert ebenfalls. Sie kann zwischen zwei und acht Tagen liegen. Auch die Zeit, bis der Verstorbene in eine Leichenhalle überführt werden muss, ist geregelt.

Tipps:

  • Informieren Sie sich beim Bestattungsinstitut oder der Stadtverwaltung nach den gültigen Fristen für die  Beerdigung.
  • Wenn Sie eine Aussegnung zu Hause planen, erkundigen Sie sich vorab, bis wann die Überführung in die Leichenhalle erfolgt sein muss, und organisieren Sie den Transport.

Die Kostentragungspflicht

In der Regel müssen die Kosten von Bestattungen von den Erben bezahlt werden, ersatzweise von Personen, die gegenüber dem Verstorbenen zu Unterhaltsleistungen verpflichtet waren.

Was Sie beachten sollten:

  • Falls Sie vermuten, dass der Verstorbene Schulden hinterlässt und Sie sich vielleicht nicht sicher sind, ob Sie das Erbe antreten möchten, erkundigen Sie sich bei Ihrem Anwalt über die sogenannte beschränkte Erbenhaftung.
  • Beantragen Sie eine Sozialbestattung, wenn Sie die Beerdigungskosten nicht tragen können.

Welche Bestattungsarten gibt es?

Bestattungen können in unterschiedlicher Form erfolgen, die oft sogar noch vom Verstorbenen ausgewählt wurde.

Hier finden Sie einen Überblick über mögliche Bestattungsarten:


Die Bestattungskosten

Bestattungen Vom  Sarg und Grabschmuck über Verwaltungsgebühren bis zum Leichenschmaus können sich die Kosten für eine Bestattung schnell summieren. In Deutschland kostet eine Bestatung im Schnitt rund 6000 Euro. Bis zum Jahr 2004 konnte ein Großteil der Kosten über das sogenannte Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt werden. Heute gibt es die Möglichkeit, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen, um die Angehörigen von den Kosten der eigenen Bestattung zu entlasten.

Tipps:

  • Bitten Sie – trotz aller Trauer – verschiedene Bestattungsinstitute um ein Angebot für alle gewünschten Leistungen.
  • Prüfen Sie die Möglichkeit, ob der Verstorbene im  Grab eines Familienangehörigen beigesetzt werden kann.
  • Setzen Sie Prioritäten: Was ist Ihnen besonders wichtig – ein hochwertiger Sarg, eine üppig geschmückte Kirche oder ein Leichenschmaus für alle Freunde des Verstorbenen?

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Der Trauermarsch – Auftakt der Bestattung

Eine würdevolle Prozession gehört oft zu den bewegendsten Momenten auf eienr Trauerfeier. Sie erweist dem Verstorbenen auch nach außen hin alle Ehre und eint die Trauergesellschaft in ihren Gefühlen des Verlusts und der schmerzvollen Erinnerung.

Diese Dinge sollten Sie rund um den traditionsreichen Trauermarsch gut planen:

  • Welchen Weg soll die Trauergesellschaft gehen?
  • Wer trägt die  Urne beziehungsweise wer sind die Sargträger?
  • Wer geht dem Trauerzug voran?
  • Welche Musik oder Gebete begleiten den Marsch?

Die Bestattungszeremonie – Pfarrer oder Trauerredner?

Ob Sie den Pfarrer aus Ihrer Gemeinde oder einen externen Trauerredner beauftragen, ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Wichtig ist hier natürlich ein eventueller Wunsch, den der Verstorbene vielleicht noch geäußert hat. Aber auch die Religiosität der Familie beziehungsweise das Brauchtum, beispielweise auf einem Dorf, spielen eine Rolle.

Hier einige Tipps rund um die Wahl des Trauerredners:

  • Gibt es einen Pfarrer, der für den Verstorbenen eine besondere Bedeutung hatte (zum Beispiel bei der Trauung oder als Seelsorger)?
  • Gibt es einen Weggefährten, der vielleicht sogar von sich aus die Bereitschaft zu einer Rede erklärt hat?
  • Besprechen Sie mit dem / den Redner/n den Inhalt, um die charakteristischen Eigenschaften des Verstorbenen besonders gut zum Ausdruck zu bringen

Die Gestaltung der Bestattung

Wie Sie die Beerdigung und die Trauerfeier im Ganzen gestalten, bleibt ganz Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Versuchen Sie nicht, es allen recht zu machen. Zum einen ist das ohnehin nicht möglich, zum anderen haben Sie als Angehörige das Recht auf den Abschied auf Erden, den Sie sich wünschen.

Hier finden Sie eine kleine Checkliste rund um individuelle Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Wahl des Schmucks von Sarg und Kirche?
  • Wünschte der Verstorbene keine Trauerkleidung?
  • Musikauswahl?
  • Foto des Verstorbenen – am Altar sowie auf einem kleinen Bild, das die Trauergäste als Erinnerung bekommen?

Tipp: Wenn Sie sich bei einer Sache nicht ganz sicher sind – fragen Sie sich doch einfach, was dem Verstorbenen gefallen würde!


Der Leichenschmaus

Diese Form des gemeinsamen Abschieds bei Bestattungen wird häufig etwas zwiespältig diskutiert. Während der Leichenschmaus besonders in ländlichen Regionen ein festes Brauchtum ist, finden es vor allem junge Leute oft unangebracht, wenn nach einer Beerdigung ein Essen veranstaltet und nicht selten dabei Alkohol getrunken und auch gelacht wird. Hier gilt: Entscheiden Sie sich für den Leichenschmaus, wenn diese Art des Abschieds Ihnen guttut und wenn Sie das Gefühl haben, damit auch im Sinne des Verstorbenen zu handeln.

Hier ein paar Dinge, die Sie bei der Ausrichtung des Leichenschmauses bedenken sollten:

  • Wahl des Lokals
  • Kaffee und Kuchen oder komplettes Essen?
  • zeitlich begrenzter Rahmen oder offenes Ende?


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